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Whisky-Tasting mit Freunden

Freunde zum Essen einladen findest du langweilig? Du willst deinen Gästen ein unvergessliches Event bieten? Dann lade zu einem „Whisky-Tasting mit Freunden“ ein!

whisky-entdecken.de hat dazu mit Jörg Bechtold, Whisky-Experte aus Karlsruhe gesprochen. Von ihm haben wir wertvolle Tipps für ein Whisky-Tasting mit Freunden bekommen und zeigen dir was du tun musst.

Für dieses Event eignen sich schottische Single Malt Whiskys mit ihrer fast grenzenlosen Geschmacksvielfalt am besten. Wichtig für ein unvergessliches Whisky-Tasting ist neben der Vorbereitung und die Auswahl der passenden Whiskys natürlich auch das Ambiente. Ein Whiskyzimmer wäre perfekt. Oder zumindest ein Zimmer mit passender Atmosphäre, dann kann der Whisky auch stilvoll verköstigt werden.

Vor dem Whisky-Tasting mit Freunden: Hintergrundwissen aneignen

Wenn du dich noch zu den Whisky-Anfängern zählst, solltest du dir natürlich etwas Hintergrundwissen zum Thema Whisky aneignen. Deine Freunden werden staunen, wenn du zum Thema Whisky und vielleicht den ausgewählten Whiskys etwas erzählen kannst.

Der Einfachheit halber solltest du dich bei deinem „Whisky-Tasting mit Freunden“ auf schottische Single Malt Whisky fokussieren.
Wusstest du zum Beispiel, dass bei der Herstellung von Whisky erst einmal eine Art Bier gebraut wird? Daher sind die Zutaten beim Whisky wie auch beim Bier die selben: Gerstenmalz, Wasser und Hefe (nur der Hopfen fehlt). Nach dem das „Bier“ vergoren ist und einen Alkoholgehalt von ca. 7 – 9 % besitzt, wird es in Brennblasen zweimal, selten auch dreimal destilliert. Heraus kommt ein Alkohol mit ca. 70 % welcher dann zum Lagern in Eichenfässer abgefüllt wird.

Die Bezeichnung „Single“ beim Single Malt steht dafür, dass der Whisky nur aus einer einzigen Brennerei stammt und nicht mit verschiedenen Whiskys aus anderen Brennereien verschnitten ist. Erst nach einer Lagerungszeit von mindestens 3 Jahren in Schottland, darf sich ein Whisky, Scotch Single Malt nennen.

Nach der Lagerung in Holzfässern, was bei den verschiedenen Whiskys mehrere Jahre dauert, kommt die Abfüllung in die Flaschen. Dabei werden die Whiskys meistens mit Wasser verdünnt um diese „trinkfähig“ zu machen. Es gibt aber auch solche, die mit „Fassstärke“ abgefüllt werden.

Unser Whisky-Experte Jörg Bechtold rät bei einem Tasting unter Anfängern jedoch von Fassstärke-Abfüllungen ab: „Wer Fassstärken nicht gewohnt ist hat es zunächst einmal schwer, ihre Faszination zu entdecken. Sie brauchen oft Zeit und auch ein paar Tropfen Wasser, damit die Aromen gegen den Alkohol ankommen. Bei Anfängern sollte man daher eher Whiskys zwischen 40-50% wählen“.

Planung und Vorbereitung

Für die weitere Planung und Vorbereitung ist die Anzahl der Gäste, die du einladen möchtest entscheidend. Eine Runde von 4-6 Freunden dürfte ausreichend sein und sollte aus „logistischen“ Gründen auch nicht mehr werden.

Nun musst du einen Raum auswählen in dem du deine Whisky-Tasting mit Freunden abhalten willst. Mit ein bisschen Whisky Deko kannst du eine ansprechende Atmosphäre schaffen. Auch ein Tisch der groß genug ist für Whiskys, Gläser, Wasser, Notizzettel und vielleicht auch passende kleine Häppchen, sollte bereit stehen. Du kennst deine eigenen vier Wände aber besser, weshalb wir dir hier wenig Ratschläge geben können.

Zur Grundausstattung gehören in erster Linie geeignete Whisky Gläser. Unser Whisky Experte hat ein Tipp für dich, wenn du keine speziellen Whiskygläser zu Hause hast:
„Das Glas für das Tasting sollte eine nach oben zulaufende Form haben, die den Duft des Whiskys in die Nase leitet. Das kann ein Sherry-Glas sein, ein kleines Weißweinglas oder auch ein anderes eher schlankes Spirituosenglas. Wenn das Glas zudem nicht zu dick ist, leitet es die Handwärme gut an den Whisky weiter und sorgt dafür, dass er seine Aromen freisetzen kann.

Perfekt wäre es wenn du zu jedem Whisky den du anbietest ein neues Glas zur Verfügung stellen kannst, damit sich die Aromen der Whiskys nicht vermischen. Je nach Anzahl der Gäste und Whiskys, benötigt man dann aber schnell ein Gläsersortiment wie man es wahrscheinlich nur in der Gastronomie vorfindet. Alternativ reicht auch frisches Wasser, damit die Gläser ausgeschwenkt werden können.

Das Thema Wasser ist dann auch schon der nächste Punkt. Davon solltest du nämlich genügend zur Verfügung stellen. Zum einen tut ein Schluck Wasser zwischendurch deinen Gästen ganz gut und zum anderen hilft es beim neutralisieren der Aromen.

Auf hohem Niveau

Deine Gäste werden mit den unterschiedlichsten Whiskys und Aromen konfrontiert. Dabei erzählst du von deinem neu erlernten Whisky-Wissen. Damit deine Gäste den Überblick behalten und sich auch ein paar Notizen zu den entsprechenden Whiskys machen können, bieten sich geeignete Tasting Formblätter an. Wir haben für dich das entsprechende Equipment zum Download entworfen.
Deine Gäste werden Augen machen!

Tasting-Notizen

Auf diesem Formblatt lassen sich persönliche Notizen zu einem Whisky festhalten. Neben einigen Eckdaten zu der Brennerei und dem Whisky, können Notizen zum Aussehen und zum Geschmack des Whisky gemacht werden. Mit dem „Flavour Wheel“ kannst du zudem die Ausprägung einiger Basisaromen festhalten.

Tasting-Unterlage

Die Tasting-Unterlage kannst du auf dem Tisch vor jedem Sitzplatz auslegen. Kreise zeigen dir wo du Whisky-Gläser platzieren sollst. Somit kann der Whisky nacheinander betrachten und verglichen werden. Eine Nummerierung auf den Kreisen sorgt dafür, dass du zur später Stunde nicht durcheinander kommst. Des Weiteren befinden sich darauf eine Auswahl bestimmter Aromen, die oft in einem Whisky zu finden sind.

Übrigens, solche Unterlagen werden auch von Jurymitglieder bei großen, professionellen Whisky-Tastings verwendet.

Zum Download der Whisky-Notizen >>
Zum Download der Whisky-Unterlage >>

Die Auswahl der Whiskys für das Whisky-Tasting mit Freunden

Der Whisky selbst ist natürlich das Herzstück deines Whisky-Tasting mit Freunden. Bei der Auswahl sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Es sollten allerdings nicht mehr als 4-6 Whiskys sein, denn mehr vertragen die Geschmacksnerven meistens nicht. Auch sollte man sich auf Standardabfüllungen beschränken.

„Man macht Anfängern keinen Gefallen, wenn man ihnen supertolle Einzelfassabfüllungen in Fassstärke für 120 € auftischt, die ihnen dann gar nicht schmecken. Auf der anderen Seite machen die bekannten  „Supermarktwhiskys“ auch keinen Sinn, denn die haben sie ja vielleicht schon selbst gekauft und getrunken. Es gibt aber auch im unteren Preissegment zwischen 30-40 € eher unbekanntere Abfüllungen, die völlig unterschätzt werden.“ so der Tipp von Jörg Bechtold.

Whisky-Tasting mit Freunden: Die Whiskyauswahl

Bei schottischen Whiskys bietet sich die Auswahl der Whiskys nach Regionen gerade zu an. Da gibt es zum Beispiel die Highlands mit kräftigen Whiskys die Kräuter- und Gewürzaromen zeigen. Von der Speyside kommen fruchtige und süßliche Whiskys und die Inseln und Islay präsentieren kräftige, rauchige und torfige Aromen.

Tipp: Auch immer interessant bei einem Whisky-Tasting ist es einen Blended Whisky mit einzubeziehen.

Wir haben für dich eine perfekte und abwechslungsreiche Whisky Sammlung zusammengestellt. Das beste daran: Du kommst mit unserer Empfehlung an 5 geschmacklich unterschiedliche Whiskys für gerade einmal 140€. Perfekt für dein Whisky-Tasting mit Freunden.

Zur Whisky-Empfehlung >>

So verkostest du Whisky richtig

Deine Gäste sind eingetroffen. Das Whisky-Tasting mit Freunden kann beginnen. Wenn jeder an seinem Platz sitzt, kannst du mit dem Einschenken der ausgewählten Whiskys beginnen.
Damit die Aromen nicht flöten gehen, sollten die Gläser bedeckt werden, z.B. mit Bierdeckel oder wenn die Glasöffnung nicht zu groß ist mit Poker-Chips.

Nun kann das Tasting beginnen. Eine Verkostung gliedert sich in 3 Schritte:

– Sehen
– Riechen
– Schmecken

Schritt 1, Sehen:

Zunächst sollte man die Farbe betrachten. Dazu sollte das Glas gegen einen neutralen, am besten weißen Hintergrund gehalten werden. Helle Whisky deuten auf eine Lagerung im Eichenfass hin. Dunklere Farben könnten durch eine Lagerung in Sherryfässern entstehen. Auch wenn Anfänger bei den Farben nicht viel Rückschlüsse ziehen können, so regt die Optik schonmal die Geschmacksnerven an.

Schritt 2, Riechen:

Erfasse die Aromen durch den Geruchssinn. Aber bitte die Nase nicht zu tief ins Glas stecken! Durch leichtes schwenken werden die Aromen intensiviert. Lass deine Freunde fachsimpeln, was sie riechen. Es wird spannend sein welche verschiedenen Aromen dabei entdeckt werden. Um die Gerüche bekannten Aromen zuzuteilen, bietet sich unsere Tasting Unterlage sehr gut an.

Whisky-Tasting mit Freunden: Whisky richtig verkosten

Schritt 3, Schmecken:

Jetzt endlich darf auch getrunken werden. Dazu wird am Glas genippt um den Whisky über die Zunge laufen zu lassen. Lasse auch hier deine Gäste erzählen, welche Aromen sie schmecken. Außerdem ist es interessant sich zu den Aromen ein paar Notizen zu machen. Sollte der Whisky später noch einmal getrunken werden, kommen meistens noch ganz andere Aromen zu Vorschein. Ebenso macht es Spaß ein Whisky Buch auf den Tisch zu legen, in dem man die Experten-Tastings von den jeweiligen Whiskys nachlesen kann. Ob deine Gäste die selben Aromen wie eingefleischte Experten schmecken?

Für die Reihenfolge wie die Whiskys getrunken werden sollten, hat Jörg Bechtold noch ein Tipp: „Immer schön aufsteigend also mit dem leichtesten Beginnen. Bourbon Cask vor Sherry Cask. Und sehr torfige, rauchige Whiskys zum Schluss.“

Nun bist du bereit für dein Whisky-Tasting mit Freunden. Viel Spaß!

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